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Swiss Leading House für Bildungsökonomie: Betriebliche Entscheidungen und Bildungspolitik

Swiss Leading House "Economics of Education"

 
 
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Uni Bern

 

Projekt 3

Regionale Disparitäten in der Lehrlingsnachfrage

Aus der Forschungsliteratur zum betrieblichen Angebot von Weiterbildung ist seit einiger Zeit bekannt, dass das regionale wirtschaftliche Umfeld einer Firma einen signifikanten Einfluss auf die Bildungsbereitschaft einer Firma ausüben kann. Die Wirkungsweise ist dabei nicht eineindeutig und hängt sicherlich auch mit Aspekten der Arbeitsmarktregulierung zusammen.

Aus deregulierten Arbeitsmärkten ist bekannt, dass eine hohe regionale Konzentration von ähnlichen Firmen die Ausbildungsbereitschaft senkt, weil damit auch die Gefahr steigt, dass Ausbildungsinvestitionen der Firmen über Abwerbungen der Konkurrenz wieder verloren gehen können. In weniger stark deregulierten Arbeitsmärkten sind umgekehrte Effekte beobachtet worden.

Hier kann die regionale Konzentration von gleichen Firmen zu einer erhöhten Ausbildungsbereitschaft führen, weil durch die geminderte Gefahr der Abwanderung der Arbeitskräfte zur Konkurrenz die Verbundsgewinne bei Ausbildungen und weitere spill-over Effekte überwiegen können.

Die Bedeutung der regionalen Wirtschaftsstruktur für das Angebot von Lehrstellen wurde (mit einer Ausnahme) noch nie untersucht, es ist aber anzunehmen, dass auch das Lehrstellenangebot von solchen Effekten beeinflusst wird. Dieser Frage soll in diesem Projekt nachgegangen werden, wobei hier, im Gegensatz zur Weiterbildungsliteratur, zusätzlich auch das Angebot an alternativen Bildungsmöglichkeiten als Faktor berücksichtigt werden soll, der die Nachfrage nach Lehrlingen beeinflussen könnte.