Projekt 5
Verwertbarkeit von Aus- und Weiterbildungsinhalten im Verlaufe des Erwerbslebens
Dieses Projekt im Bereich der Lernenden ist auf die spezifischen Eigenheiten der Berufsbildung ausgerichtet. Es soll detailliert untersucht werden, welche Wissenskomponenten und Kompetenzen Beschäftigte mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen angeben zu beherrschen und welche davon aktuell am Arbeitsplatz benötigt werden bzw. wo Defizite im Vergleich zu den Anforderungen des Arbeitsplatzes existieren. Es handelt sich hierbei also sozusagen um eine Mikro-Mikro-Analyse, da nicht auf der Ebene der formal erworbenen oder zertifizierten Qualifikationen stehen geblieben wird, sondern konkrete Kompetenzen und Kenntnisse betrachtet werden.
Vor diesem Hintergrund können Fragen beantwortet werden, wie sich beispielsweise Personen in ausbildungsadäquaten Beschäftigungsverhältnissen unterscheiden von Personen, die das Berufsfeld oder die Branche gewechselt haben. Diese Frage ist insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Tertiarisierung der Beschäftigungsverhältnisse, die zumindest bis heute nicht mit einer entsprechenden Ausdehnung der Lehrlingszahlen im tertiären Sektor einherging, von grosser Relevanz.
Es soll dabei insbesondere auch untersucht werden, inwiefern die Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen eine ausgleichende Funktion übernehmen kann, und ob es bei der Möglichkeit der Aufarbeitung von Wissenslücken systematische Unterschiede nach Betriebstypen oder Branchen gibt.
